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    Stadtzentrum von Algier, Algerien

    Stadtzentrum von Algier, Algerien

    In der algerischen Wasserwirtschaft wurden seit Beginn der Wassersektorreform im Jahr 2000 institutionelle Fortschritte erzielt. Das Wassergesetz wurde aktualisiert, staatliche Unternehmen der Wasserversorgung und des Abwassermanagements eingerichtet, eine Regulierungsbehörde gegründet und eine Budgetreform in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium als Bestandteil des Reformprozesse eingeleitet. Auf regionaler Ebene wurden fünf Wassereinzugsgebietsbehörden für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen zur dezentralen Bewirtschaftung und Planung eingerichtet.

    Diese Schritte unterstützen auch den sektoriellen Planungsprozess, der vom Wasserprogramm seit 2000 ebenso begleitet wird, wie die Entwicklung einer Planungsmethodik und –systematik. Hierzu zählen auch Instrumente zur Erstellung einheitlicher regionaler Wasserrahmenpläne als Basis für den Nationalen Wasserplan.

    Für eine nachhaltige, integrierte Wasserwirtschaft mangelt es bislang jedoch weiterhin an der stringenten Umsetzung der Reformpolitik und der Reformstrategien. Fehlendes organisatorisches und technisches Fachwissen sowie die fehlende Verankerung von Steuerungsinstrumenten in den Administrationen und Institutionen des Wassersektors erlauben diesen noch nicht, die algerische Wasserwirtschaft integriert und effizient zu steuern.

    Die algerische Regierung wird seit mehr als 25 Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) bei der Bewältigung der wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen in dem Sektor unterstützt.

     

    Das Ziel der Kooperation und des Programms "Integrierte Wasserwirtschaft, Algerien" besteht darin, die Kompetenzen der Wassersektorinstitutionen zur Steuerung der integrierten Wasserbewirtschaftung zu verbessern.
    Integrierte Wasserwirtschaft berücksichtigt - im Sinne der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Ökologie und die gesellschaftliche Entwicklung. Das erfordert den Einbezug und die Planung aller Bereiche, die den Wassersektor und die Zivilgesellschaft betreffen (z.B. Wasserressourcenmanagement, Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, Bewässerung, Wiederverwertung aufbereiteter Abwässer, Partizipation aller relevanten Akteure an Entscheidungsprozessen).

    Zur Konsolidierung der bisher erreichten Entwicklungen konzentriert sich das Programm in der aktuellen Phase (11/2009-12/2011) auf drei Komponenten und ihre Projekte auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene:

    Komponente 1: Integrierte Planung im Wassersektor
    Beratung des Wasserministeriums bei der Einführung eines integrierten Planungssystems auf nationaler Ebene.

    Komponente 2: Integriertes regionales Wassermanagement
    Entwicklung und Implementierung von Instrumenten zur Erstellung regionaler Wasserrahmenpläne und Einführung eines Grundwasserüberwachungs-systems in der Region Biskra.

    Komponente 3: Integriertes Wasserressourcenmanagement in Oasen Entwicklung und praktische Umsetzung eines Modells der Integrierten Wasserbewirtschaftung im ländlichen Raum unter Partizipation aller Akteure in einem technischen und sozialen Prozess.

    ©2008-2010 Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH · Wasserprogramm Algerien
    Programmbüro · 23, Rue Rachid Lefkir · 16508 El Mouradia - Algier · Algerien · Telefon +213 (0) 21 69 85 86 · E-Mail programme.eau[at]gmail.com